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Wachtherapie


Die meisten depressiven Patienten leiden unter Schlafstörungen. Vor allem in der zweiten Hälfte der Nacht und in den frühen Morgenstunden werden im Schlaf manche Botenstoffe im Gehirn vermehrt, andere vermindert ausgeschüttet. Das Gleichgewicht der Botenstoffe im Hirnstoffwechsel kommt durcheinander und dies kann unter Umständen depressiv machen. Deswegen empfehlen Ärzte häufig den Schlafentzug als Therapie.

 

Der Patient bleibt dabei eine ganze Nacht oder die zweite Nachthälfte sowie den darauffolgenden Tag lang wach. Spielen und Spazierengehen erleichtern das Wachbleiben. So paradox es für den Patienten, der sich nach Schlaf sehnt, klingen mag: Nach einer durchwachten Nacht klingt die Depression häufig ab.

 

Allerdings hält der positive Effekt nur ein bis zwei Tage an. Trotzdem schöpfen viele Patienten aus der Tatsache Hoffnung, dass die Depression offensichtlich durchbrochen werden kann, und führen, vor allem bei stationärer Behandlung, den Schlafentzug regelmäßig zwei- bis dreimal pro Woche durch.

 

Durch sukzessive Verlagerung der Einschlafzeiten gelingt es bei einigen Patienten, den positiven Effekt des Schlafentzugs zu stabilisieren. Meist stellen der Schlafentzug und die Schlafphasenvorverlagerung ergänzende Behandlungsmaßnahmen zur medikamentösen Therapie und Psychotherapie dar.


nach oben Druckversion dieser Seite Letzte Änderung am  22.03.2006, AutorInnen: U. Meise, H. Sulzenbacher


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