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Saisonal abhängige Depression


Sie ist traurig, die Jahreszeit, darin wir stehen;

man möchte glauben, dass das Leben mit der Sonne dahinschwinden wolle.

Gustave Flaubert

 

Trübes Wetter und dunkle verregnete Herbstnachmittage schlagen bei vielen Menschen auf die Stimmung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es zu depressiven Erkrankungen kommt. Bei einigen Menschen erhöht sich allerdings in der dunklen Jahreszeit die Anfälligkeit für depressive Erkrankungen.

 

Was ist eine saisonal abhängige Depression?

Unter einer saisonal abhängigen Depression (SAD) versteht man eine Depression, die immer wieder in der selben Jahreszeit auftritt. Da die SAD in den allermeisten Fällen im Herbst beginnt und sich im Frühjahr wieder zurückbildet, spricht man auch von "Winterdepression".

 

Ursachen

Als Ursache für das Auftreten saisonal abhängiger Depressionen wurde der Mangel an Sonnenlicht erkannt. Deshalb tritt die saisonal abhängige Depression fast immer im Spätherbst auf und bildet sich im Frühjahr wieder zurück. In nördlichen Ländern handelt es sich dabei um eine recht häufige Erkrankung, während sie etwa in Südeuropa praktisch nicht vorkommt.

 

Symptome

Die Symptome der saisonal abhängigen Depression ähneln grundsätzlich den Symptomen anderer Depressionsformen. Es gibt allerdings einige Besonderheiten der saisonal abhängigen Depression:


Die meisten depressiv Erkrankten klagen darüber, dass sie zuwenig Schlaf finden. Dagegen schlafen die Menschen, die unter einer saisonal abhängigen Depression leiden, eher mehr als an gesunden Tagen ("Winterschlaf").
Der Schlaf wird allerdings oft als wenig erholsam empfunden, und so fühlen sich die Betroffenen häufig auch tagsüber matt, müde und erschlagen.
Während für die Depression ein Appetitverlust typisch ist, kommt es bei der saisonal abhängigen Depression zu einer Zunahme des Appetits, insbesondere auf kohlenhydratreiche Speisen (wie Süßigkeiten oder Mehlspeisen).
Und so kommt es bei der saisonal abhängigen Depression im Gegensatz zu anderen depressiven Erkrankungen häufig zur Gewichtszunahme.

Verlauf

Die saisonal abhängige Depression tritt meist im Oktober oder November auf und verschlechtert sich im Winter. Wenn die Tage wieder länger werden, bessert sich die Symptomatik und verschwindet dann meistens im März oder April. Nur wenn die Depression mehrmals und immer wieder in der selben Jahreszeit auftritt, sollte man von einer saisonal abhängigen Depression sprechen.

 

Therapie

Wie andere Formen der Depression spricht auch die saisonal abhängige Depression gut auf medikamentöse Therapie an. Dadurch, dass die saisonal abhängige Depression durch den jahreszeitlichen Mangel an Sonnenlicht bedingt ist, kann auch die Zufuhr von Sonnenlicht therapeutisch eingesetzt werden: So sollten Betroffene das Tageslicht gerade in der dunklen Jahreszeit nutzen. Außerdem kann eine zusätzliche Lichtzufuhr etwa in Form einer Lichttherapie bei diesen Erkrankungen eingesetzt werden.

 

Wenn Sie mehr über die saisonal abhängige Depression erfahren wollen, finden Sie hier ausgewählte weiterführende Informationen zum Thema.


nach oben Druckversion dieser Seite Letzte Änderung am  22.03.2006, AutorInnen: U. Meise, H. Sulzenbacher


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