Insgesamt wurden im Jahr 2009 28 Schulveranstaltungen (1030 TN), 37 Veranstaltungen in VHS, Pfarren, Gesunden Gemeinden etc. (1282 TN) sowie 43 Veranstaltungen für Angehörige, MultiplikatorInnen und AllgemeinmedizinerInnen (TN 1604), davon 45% gemeinsam mit Betroffenen durchgeführt. Details können Sie im Jahresbericht 2009 nachlesen.
Im Rahmen des Projektes wurden im Jahr 2009 28 Veranstaltungen mittels Feedbackbögen evaluiert. Details können Sie dem Evaluierungsbericht 2009 entnehmen.
Weiters können Sie sich im Folgenden ein Bild von unseren Vorträgen machen und einen Einblick in unsere Arbeit gewinnen.
Am 6. November fand in der Caritas-Zentrale in St. Pölten ein Vernetzungstreffen zum Österreichischen Bündnis gegen Depression statt. Ziel dieses Treffens war ein Informationsaustausch zwischen den einzelnen Bundesländern.
Das Österreichische Bündnis gegen Depression will die Diagnose und Behandlung depressiv erkrankter Menschen verbessern und mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf die vielfach unterschätzte bzw. negativ betrachtete Erkrankung lenken. Bisher sind fünf Bundesländer beteiligt (Tirol, Stmk., Wien, Kärnten, NÖ).
In NÖ treten seit 2008 die Agentur für Gesundheitsvorsorge gemeinsam mit dem Psychosozialen Dienst (PSD) der Caritas St. Pölten und der Psychosoziale Zentren (PSZ) GmbH als Partner des NÖ Bündnis gegen Depression auf.
Das zweite Vernetzungstreffen, dem noch weitere folgen sollen, fand nun vor kurzem in St. Pölten statt: So berichtete Univ. Prof. Dr. Ullrich Meise über die "Grundlagen für erfolgreiche Medienarbeit im Tiroler Bündnis gegen Depression", Peter Wildbacher über das "Steirische Bündnis gegen Depression" und Eva Leutner lieferte einen "Erfahrungsbericht aus Kärnten". Univ. Doz. Dr. Stefan Frühwald und Dr. Wolfgang Grill referierten über das Bündnis Niederösterreich - regional und trialogisch.
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v.l.: Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck, Eva Leutner (pro mente Kärnten), Peter Wildbacher (pro mente Steiermark), Univ. Prof. Dr. Ullrich Meise (pro mente Tirol), Dr. Christian Korbel (ÄrztlicherLeitung Region Mostviertel PSD der Caritas St. Pölten), Mag. Angela Ibelshäuser (pro mente Tirol), Univ. Doz. Dr. Stefan Frühwald (Ärztliche Leitung PSD der Caritas St. Pölten), Dr. Wolfgang Grill (PSZ GmbH), Mag. Annika Urbanitsch (PSD Caritas St. Pölten), DSA Klaus Helmreich (PSD Caritas St. Pölten), Mag. Doris Rath (PSZ GmbH), Katharina Trzesniewski (NÖGUS). |
In Zusammenarbeit mit dem PsychoSozialen Dienst der Caritas wurde im Cinema Paradiso in St. Pölten am 16. und 17. November die Filmdokumentation „Das verlorene Paradies“ gezeigt, die sich in sehr berührender Weise dem heiklen Thema Suizid annähert.
„Wir dürfen nicht aufhören, selbstmordgefährdeten Menschen die Hand von der Seite des Lebens zu reichen“, betonte Regisseurin Petra Hinterberger in der anschließenden Diskussion mit Betroffenen bzw. deren Angehörigen und den Leitern des Psychosozialen Dienstes der Caritas St. Pölten, Univ. Doz. Dr. Stefan Frühwald und DSA Anna Entenfellner.
Der Film "Das verlorene Paradies" zeichnet anhand zweier Schicksale den Grenzgang zwischen Dunkel und Licht nach. Er integriert die Expertise begleitender Ärzte und Psychologen und zeigt Erfahrungen aus der Suizidprävention auf. Ein konsequenter Blick in jenen Teil seelischer Wirklichkeit, wo der Wunsch zu leben keine Selbstverständlichkeit ist.
„Wir wollen mit dieser Veranstaltung Mut machen, das Thema Suizid offen anzusprechen“, so Stefan Frühwald, „nur indem man Betroffenen und Angehörigen die Angst nimmt, über das Thema zu reden und in Kontakt bleibt, kann man der Ohnmacht begegnen“.
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Film und Diskussion zum Thema Suizid im Cinema Paradiso v. l.: DSA Anna Entenfellner (Leiterin Sozialarbeit des Psychosozialen Dienstes der Caritas), Univ. Doz. Dr. Stefan Frühwald (Ärztlicher Leiter des Psychosozialen Dienstes der Caritas), Bettina Figl (Betroffene), Petra Hinterberger (Regisseurin), Bine Haberleitner (Betroffene) und Christoph Wagner vom Cinema Paradiso. |
Am 2.10.2009 fand im Rahmen des Bündnisses gegen Depression im Veranstaltungzentrum Z2000 in Stockerau eine Fachtagung zu speziellen Belastungsituationen und möglichen Präventionsmaßnahmen für Kinder mit psychisch kranken Eltern statt. An dieser Veranstaltung nahmen ca. 190 VertreterInnen des pädagogischen Bereiches, von Ambulatorien, der Jugendwohlfahrt, der Familienhilfe, von Beratungseinrichtungen, der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der sozialpsychiatrischen Versorgungslandschaft teil.
Thematische spannten die ReferentInnen einen Bogen
• von Forschungsergebnissen zu Risiken, Belastungen, Resilienzen, Diagnosik und sinnvollen präventiven Maßnahmen
• über Beziehungsaufbau zwischen Eltern und Kindern, den Bedürfnissen von Betroffenen und die eigenen Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit psychisch kranken Eltern
• zu den Herausforderungen in der Kooperation aller beteiligten UnterstützerInnen.
Tagungsdokumentation inkl. Evaluierungsergebnisse finden sie hier.
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Letzte Änderung am 07.04.2010, AutorInnen: D.Rath, A. Urbanitsch