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Geschlecht und Depression


Während vor der Pubertät beide Geschlechter gleich häufig depressiv erkranken, sind Frauen nach der Pubertät etwa doppelt so häufig von einer Depression betroffen wie Männer.

 

Dieser Geschlechterunterschied ist zum Teil sicherlich dadurch bedingt, dass Frauen eher bereit sind, über ihre Ängste und Stimmungsschwankungen zu reden und so eher als „depressiv“ eingeordnet werden, während bei Männern oft körperliche Ursachen vermutet werden.

 

Der Geschlechterunterschied ist teilweise aber auch hormonell bedingt. So sind Frauen in Zeiten mit großen Hormonschwankungen anfälliger für eine Depression:


Prämenstruelles Syndrom: Depressive Symptome und Gereiztheit treten immer nur vor der Menstruation auf. Die Anfälligkeit scheint genetisch veranlagt zu sein und durch Umwelteinflüsse verstärkt zu werden. Schwere Fälle des prämenstruellen Syndroms werden mit Medikamenten behandelt.
Postpartale Depression: Sie tritt nach der Geburt eines Kindes auf. Viele Frauen leiden im Wochenbett an einer depressiven Verstimmung, doch meistens handelt es sich um eine kurzlebige Erscheinung, den "Baby-Blues". Erst wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum andauern, handelt es sich um eine ernsthafte Wochenbettdepression.
Ob Frauen während der Wechseljahre anfälliger sind, an einer Depression zu erkranken, konnte noch nicht endgültig geklärt werden.

Bei der bipolaren affektiven Erkrankung gibt es übrigens keinen Geschlechtsunterschied hinsichtlich der Erkrankungshäufigkeit.


nach oben Druckversion dieser Seite Letzte Änderung am  06.03.2006, AutorInnen: U. Meise, H. Sulzenbacher


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