Impressum

Einführung


Depressive Störungen gehören zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen.
In Österreich leiden derzeit mindestens 400.000 Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Trotzdem wird die Erkrankung in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen, bleibt häufig unerkannt und unbehandelt.

Wir wollen Ihnen hier das Erkennen einer Depression erleichtern. Dazu werden wir zuerst die wichtigsten Symptome depressiver Erkrankungen, die typischen Störungen der Stimmung, des Antriebs und des Biorhythmus beschreiben.

Depressive Erkrankungen nehmen oft einen sehr charakteristischen Verlauf, der das Erkennen einer Depression erleichtern kann und für die Unterscheidung verschiedener Formen von Depressionen verwendet werden kann.

Oft geht der Depression eine besondere Belastung, etwa der Verlust einer geliebten Person oder eine anhaltende Überforderung, voraus. Die Krankheit kann aber auch aus heiterem Himmel in einen bis dahin gut funktionierenden Alltag einbrechen. Kaum jemals kann eine Depression auf eine einzige Ursache zurückgeführt werden, das Auftreten ist viel eher durch das Zusammenspiel mehrerer verschiedener Ursachen bedingt.

Manchmal ist eine depressive Erkrankung nicht leicht von einer alltäglichen Verstimmung oder einer Lebenskrise zu unterscheiden. Nicht selten denken PatientIn und Arzt/Ärztin zunächst an eine körperliche Erkrankung. Bei genauem Nachfragen ist jedoch fast immer eine sichere Diagnose möglich, und mit Hilfe weiterer Untersuchungen können verschiedene körperliche Ursachen der Depression erkannt werden. – Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie vielleicht depressiv erkrankt sind, machen Sie unseren Selbsttest! Dieser kann Ihnen möglicherweise bei der Entscheidung, ob Sie einen Arzt aufsuchen sollten, helfen.

Die Erstellung der Diagnose ist sehr wichtig, da die meisten depressiven PatientInnen erfolgreich behandelt werden können. Abhängig von der Schwere und dem Verlauf der Erkrankung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Therapie. Die heute zur Verfügung stehenden Therapien können den meisten Betroffenen wieder ein sinnerfülltes,  lebenswertes Leben ermöglichen.

Depression wird häufig unterschätzt. Man sollte sich immer bewusst sein, dass Depression eine lebensbedrohliche Erkrankung ist. Fast alle Erkrankten haben Suizidgedanken, zirka die Hälfte der PatientInnen mit schweren depressiven Störungen begeht in ihrem Leben einen Suizidversuch, und bis zu 15% der schwer Depressiven versterben an einem Suizid.

Statistiken sagen, dass jede vierte Frau und jeder achte Mann im Laufe ihres/seines Lebens an einer Depression erkranken. Depressionen werden bei Männern aber auch weniger häufig diagnostiziert. Gründe hierfür könnten z.B. sein, dass sich Depressionen bei Männern mit einer anderen Symptomatik äussern, Männer weniger Hilfsangebote wahrnehmen oder Verzerrungen, die durch die althergebrachten Geschlechterrollen und Zuschreibungen entstehen. Mehr Information zum Thema "Male Depression" ....

Erfahrungsberichte depressiv Erkrankter sollen Ihnen die Möglichkeit geben, Depression verstehen und nachvollziehen zu lernen.


nach oben Druckversion dieser Seite Letzte Änderung am  23.08.2008, AutorInnen: U. Meise, H. Sulzenbacher, A. Ibelshäuser


Valid XHTML Valid CSS